Die Kreuzberger Kinderstiftung vergibt Stipendien für ein Schuljahr im Ausland an Real- und Mittelschüler*innen. Für das Projekt „Erlebe Europa“ hat die Stiftung Fördergelder in Höhe von 8.000 Euro von der Bildungs-Chancen-Lotterie erhalten.

Auslandserfahrungen während der Schulzeit sind in der Regel ein Privileg höherer Bildungsschichten. Doch ein Schüleraustausch ist nicht nur etwas für Gymnasiast*innen, findet das Team der Kreuzberger Kinderstiftung. Denn ein Auslandsschuljahr gibt Jugendlichen nicht nur die Chance, eine neue Sprache zu lernen und selbstständig zu werden, es fördert gleichzeitig den interkulturellen Austausch und die Völkerverständigung. Deshalb fördert die Stiftung explizit Jugendliche, die kein Gymnasium besuchen und deren Familien sich ohne Unterstützung das Auslandsjahr nicht leisten könnten. „Mit unserem Programm „Erlebe Europa!“ möchten wir einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit leisten. Auslandserfahrungen dürfen kein Privileg höherer Bildungsschichten sein“, sagt Felix Lorenzen, Vorstand der Kreuzberger Kinderstiftung.

Die Höhe eines Stipendiums richtet sich nach dem Familieneinkommen und beträgt im Durchschnitt 3.400 Euro. Neben der finanziellen Förderung werden die Bewerber*innen umfassend beraten und unterstützt. Seit 2009 wurden über 500 Stipendiat*innen gefördert. 2020 wird die Kreuzberger Kinderstiftung mithilfe der Bildungs-Chancen-Lotterie und anderen Partnern 45 jungen Menschen ihren Traum vom Auslandsjahr ermöglichen. Bewerben können sich Schüler*innen aus ganz Deutschland, die nach der 10. Klasse mit einer der Partnerorganisationen der Kreuzberger Kinderstiftung ein Jahr im europäischen Ausland verbringen möchten. Mehr Informationen für interessierte Schüler*innen und Eltern gibt es hier.

Anne: „Mir verhalf das Austauschjahr zu mehr Kommunikationsstärke und Kontaktfreudigkeit. Auf jeden Fall habe ich mehr Selbstvertrauen gewonnen“

Sandra: „Es war eine sehr gute Erfahrung und so was würde ich immer wieder machen und es auch jedem empfehlen.“

Can: „Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, was ich über mich selbst denke und nicht, was andere von mir halten.“